Eishockey Sommertraining - diese 6 Dinge musst Du machen

Egal ob Nachwuchsspieler oder Profi - nahezu jeder Eishockeyspieler nimmt sich vor im Sommer hart zu trainieren um in der nächsten Saison stärker denn je aufs Eis zurückzukehren. Leider wissen aber gerade jüngere Spieler von kleineren Vereinen oftmals nicht wirklich was sie machen sollten damit ihre Skills im kommenden Winter tatsächlich besser sein werden. Aus diesem Grund haben wir die unserer Meinung nach 6 wichtigsten Elemente zusammengestellt, auf die Du Dich in Deinem individuellen Eishockey Sommertraining konzentrieren solltest.

Sechs Elemente für Dein Eishockey Sommertraining

#1: Off-Ice Schusstraining

Nachwuchspieler beim Eishockey Sommertraining Zur Verbesserung Deiner Schusskraft und Schusstechnik brauchst Du nicht unbedingt Eis. Ganz im Gegenteil, du kannst Deine Schuss-Skills viel besser durch regelmäßiges Schusstraining im Sommer verbessern. Schließlich machst Du während eines normalen Eistrainings mit Deinem Team im Schnitt deutlich weniger Schüsse als Du vermuten würdest. Hinzukommt, dass Du bei vielen Übungen bereits einen großen Weg gelaufen bist und Dich dann am Ende nicht zu 100 Prozent auf Deinen Abschluss konzentrierst bzw. nur noch mit halber Kraft schießen kannst.

Beim Sommertraining kannst Du dagegen voll auf Deine Schusstechnik achten und so viele Schüsse machen wie Du willst. Wir empfehlen Dir dabei während einer Woche mindestens 300 Schüsse und im besten Fall 500 Schüsse zu machen. Dadurch kannst Du Dir sicher sein, dass Deine Schussmuskulatur im Laufe des Sommertrainings deutlich stärker werden wird und Du auf dem Eis eine klare Verbesserung feststellen wirst.

Performance Hockey Tipp:
Benutze nach Möglichkeit eine spezielle Eishockey Schussplatte. Hierdurch wird Dein Training Eis-ähnlicher und Du nutzt Deine Schläger nicht so schnell ab. Außerdem kannst Du auf so einer Platte auch gezogene Schüsse und 2-Kontakt-Schüsse trainieren ohne Gefahr zu laufen dir eine falsche Technik anzugewöhnen.

#2: Off-Ice Stickhandling Training

Was für das Schusstraining gilt, zählt auch für das Stickhandling: Du brauchst weder Eis noch besonders viele Hilfsmittel um Deine Hände im Sommer zu verbessern. Suche Dir einfach eine möglichst ebene und glatte Fläche von etwa 3x3 Metern, kaufe Dir einen Stickhandling Ball oder Puck und deke, dribble und mische was das Zeug hält!

Das tolle beim Stickhandling ist nämlich, dass Dir nahezu alles was Du mit dem Puck oder Ball machst auf dem Eis auch weiterhilft. Daneben gibt es inzwischen auch etliche hochwertige YouTube-Videos in denen Dir coole Übungen gezeigt werden. Außerdem empfehlen wir Dir unsere 10 Tipps für effektives Stickhandling Training durchzulesen. Hier zeigen wir Dir auf was Du achten solltest um Dein Eishockey Stocktechnik Training möglichst spielnah und hochwertig zu gestalten.

#3: Kraft- und Powertraining für die Beine

Spieler beim Eishockey Sommertraining im Kraftraum "Speed Kills" - ein guter Eishockeyspieler muss heutzutage auf nahezu jedem Level über einen möglichst guten Antritt verfügen und eine hohe Endgeschwindigkeit haben. Grundlage für Speed auf dem Eis bildet dabei eine starke Beinmuskulatur, die auf explosive Bewegungen trainiert wurde. Daher solltest Du bei Deinem Krafttraining den Fokus klar auf Deine Beinmuskulatur legen. Nicht umsonst heisst es "Upper Body ist for the Beach - Legs are for Hockey!"

Um nicht nur starke, sondern auch explosive Beine zu bekommen solltest Du dabei gerade zum Ende Deines Sommertrainings hin Übungen mit weniger Wiederholungen (4 bis 6 Wdh. je Satz) durchführen und Dein Krafttraining mit plyometrischen Übungen kombinieren. Zusätzlich solltest Du auch 1 bis 2 mal pro Woche auf dem Sportplatz spezielles Sprung- und Agilitytraining absolvieren. Dies zählt gerade auch für jüngere Spieler für die Krafttraining mit Gewichten noch nicht sinnvoll ist.

Performance Hockey Tipp:
Bist Du Dir nicht sicher, was plyometrisches Training ist und welche Sprungübungen Dir auf dem Eis helfen, empfehlen wir Dir unseren Artikel über die 5 besten Sprungübungen für mehr Bein-Power.

#4: Eistraining oder Inlinehockey

Spieler beim Eishockey Sommertraining im Kraftraum Solltest Du die Möglichkeit haben im Sommer aufs Eis gehen zu können, solltest Du diese unbedingt wahrnehmen. Inzwischen gibt es auch in Deutschland immer mehr Eishallen, die auch im Sommer geöffnet haben. Da die Vereine aber nur selten auch im Sommer voll trainieren gehört die Zeit zwischen Mai und Juli meist den Hobby-Teams, die sich über einen zusätzlichen Spieler häufig freuen.

Außerdem bieten viele Hallen während der Sommermonate auch immer wieder sogenannte Schlägerläufe an. Diese stellen eine Art Laufzeit dar, bei denen Du ohne Ausrüstung mit Puck und Schläger aufs Eis kannst. Durch solche lockeren Eiszeiten bleibst Du zum einen im Tritt und trainierst Deine Skating-Muskulatur und zum anderen kannst Du hier ohne Druck bestimmte Bewegungen ausprobieren oder auch neue Ausrüstungsteile testen.

Sollte es in Deiner näheren Umgebung keine Eishalle mit Sommereis geben, empfehlen wir Dir als gute Alternative Inlinehockey zu spielen. Hier kannst Du ebenfalls ohne großen Druck Deine Stickhandling-Skills trainieren, Dein Zweikampfverhalten verbessern und Deinen Torinstinkt schulen. Es kommt schließlich nicht von ungefähr, dass viele technisch starke Spieler wie die (ehemaligen) Nationalspieler Thomas Greilinger oder Michael Wolf im Sommer auch passionierte Inlinehockeyspieler sind bzw. waren.

#5: Andere Sportarten

Ein guter Eishockeyspieler stellt sich in jeder Sportart gut an. Durch Ausgleichssportarten im Sommer kannst Du daher auf spielerische Weise Deine Beweglichkeit, Deine Ausdauer und viele weitere athletische Fähigkeiten ausbilden, die Dir im Winter auch weiterhelfen. Welche Sportart Du dabei machst ist beinahe egal.

Schließlich findest Du bei fast jedem Sport Elemente, die auch im Eishockey von Nutzen sind. So schulst Du beim Tennis oder beim Baseball Deine Hand-Augen-Koordination, beim Fußball oder Basketball Deinen Blick für deine Mitspieler und Dein Gefühl für den Raum und beim Golf Deine Konzentrationsfähigkeit und Deine Präzision.

#6: Besuch eines Eishockey Camps

Gerade für Spieler kleinerer Vereine macht es sehr viel Sinn zum Ende des Sommertrainings im Juli oder August ein Eishockey Camp bzw. Trainingslager zu besuchen. Dort kann man gezielt an seinen Skills arbeiten und erhält je nachdem auf welches Camp man geht viele nützliche Tipps für seine Schuss-, Stock-, und Lauftechnik. Anders als beim Teamtraining sind die Trainingseinheiten bei einem Eishockey Camp nämlich deutlich stärker auf das individuelle Skill-Development ausgelegt.

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