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Eishockey Kraftraum

Online Trainings-Tipps

Warum ist spezielles Eishockey Training so wichtig?

"Is hockey hard? I don't know, you tell me. We need to have the strength and power of a football player, the stamina of a marathon runner, and the concentration of a brain surgeon. But we need to put all this together while moving at high speeds on a cold and slippery surface while 5 other guys use clubs to try and kill us. Oh yeah, did I mention that this whole time we're standing on blades 1/8 of an inch thick?"

Dieses Zitat vom 3-fachen Stanley Cup Sieger Brandon Shanahan fasst die Komplexität der Sportart Eishockey perfekt zusammen. Ein guter Eishockeyspieler muss sowohl stark und explosiv sein, gleichzeitig aber auch über ein gutes Gleichgewicht und eine hohe Beweglichkeit verfügen. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass Dich allgemeines Fitness- oder Krafttraining auf dem Eis nicht entscheidend weiterbringt und falsches Training Deine Leistung sogar negativ beeinflussen kann.

Diese 3 Prinzipien musst Du bei Deinem Eishockey Training berücksichtigen

Muskuläre Dysbalancen müssen ausgeglichen werden

Stabilisations-Training für den RückenBeim Eishockey werden die einzelnen Muskelgruppen im Körper unterschiedlich stark belastet. Bei einem Links-Schützen wird beispielsweise beim Schlagschuss die linke Seite des Oberkörpers und des Rumpfs stärker belastet als die Rechte. Dadurch werden einzelne Muskeln stärker als andere was als Muskuläre Dysbalancen bezeichnet wird. Durch spezifisches Krafttraining müssen diese Dysbalancen ausgeglichen bzw. korrigiert werden. Hierdurch sinkt das Verletzungsrisiko und es wird eine maximale Power- und Schnelligkeits-Entwicklung gewährleistet.

Wenn einzelne Muskeln stärker sind als andere können diese nicht nur selbst mehr Kraft aufbringen, sie können auch hohen Widerstand in einem Zweikampf besser verkraften als andere. Dadurch steigt das Risiko von Zerrungen und Verspannungen in den schwächeren Muskelgruppen.

Daneben führen muskuläre Dysbalancen dazu, dass der Körper die Kraft der starken Muskulatur nicht voll einsetzen und ein Spieler seine maximale Power und Schnelligkeit auf dem Eis nicht voll enfalten kann. Eine Kette ist eben nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

Übungen für mehrere Muskelgruppen statt isoliertes Training

Einbeinige Kniebeugen als super Eishockey ÜbungDa beim Skaten und Schießen sehr viele Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden, muss ein spezifisches Eishockey Training auch aus Übungen bestehen, die möglichst viele Muskelgruppen beanspruchen und somit für Stabilität im Körper sorgen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist ein Vergleich der Übungen Kniebeuge und Beinpresse. Beide Übungen sind an sich klassische Beinübungen, die in jedem Fitness-Studio gemacht werden können. Während bei Kniebeugen jedoch nahezu die komplette Beinmuskulatur, der Rumpf und der Rücken beansprucht werden (und der Rest des Körpers auf Spannung gehalten werden muss), konzentriert sich bei einer Beinpresse der Krafteinsatz hauptsächlich auf die Oberschenkel-Muskulatur.

Anaerobe Ausdauer ist wichtiger als aerobe

anaerobes Training auf einer 400m-Bahn Beim Ausdauertraining muss man allgemein zwischen aeroben und anaeroben Training unterscheiden. Vereinfacht ausgedrückt zielt anaerobes Training (bspw. Intervall-Training) darauf ab, eine kurze Tätigkeit von bis zu maximal 2 Minuten intensiver und leichter ausführen zu können. Aerobes Training (z.B. Joggen) hat dagegen das Ziel, eine leichte bis mittlere Intensität möglichst lange durchhalten zu können.

Der Körper kann leider nicht beide Ziele gleichzeitig verfolgen, da sie unterschiedliche Hormone und Reaktionen hervorrufen, die sich gegenseitig hemmen. Somit geht aerobes Training zu Lasten Deiner aneroben Fähigkeit und umgedreht. Da Eishockey mit Belastungen von 30 bis 60 Sekunden unter hoher Intensität je Wechsel eindeutig eine anaerobe Sportart ist, muss der Schwerpunkt Deiner Trainingspläne auch auf anaeroben Training liegen. Falls Du also mehrmals die Woche längere Zeit joggen gehst, statt kürzeres Intervall-Training zu machen, kann Dir das im Spiel mehr schaden als nützen.

Fazit: Fit ist nicht gleich Fit

Abschließend ist es wichtig, dass man sich klar macht, dass keine allgemeine Definition für den Begriff "Fitness" möglich ist. Man muss Fitness immer aus dem sport-spezifischen Kontext heraus beurteilen. Marathon-Läufer können über 40km in etwas mehr als 2 Stunden laufen und gehören zu den zähesten Athleten der Welt. Dennoch wäre ihr Körper nicht für Eishockey geeignet und sie wären aus Eishockey-Sicht "unfit".

Jeder Sport hat folglich seine eigenen Anforderungen, die beim Training berücksichtigt werden müssen. Willst Du ein guter Eishockeyspieler werden, musst Du also auch möglichst gezielt fürs Hockey trainieren. Du solltest daher sowohl Deine Ernährung und Supplemente auf Dein Eishockey Training ausrichten und auf die passenden Eishockey Trainingsgeräte zurückgreifen.

Außerdem wichtig: Skill-Training nicht vergessen!

Abschließend ist es uns ein besonderes Anliegen, Dich auf die Bedeutung von individuellem Skill-Training hinzuweisen. Leider machen viele Nachwuchs- und auch Profispieler den Fehler, dass sie sich nur auf das Kraft- und Ausdauertraining in den Sommermonaten konzentrieren. Regelmäßiges Schuss- und Stocktechnik Training über den Sommer wird Dich auf dem Eis jedoch ebenfalls enorm nach vorne bringen. Schon mit wenigen Minuten pro Tag mit dem richtigen Stickhandling Ball oder Puck wirst Du deutliche Fortschritte im Winter feststellen!